Branchenzuschläge

Branchenzuschläge in der Zeitarbeit

Ab dem 1. November 2012 gelten in bestimmten Branchen neue Tarifregeln für Zeitarbeitnehmer. Die Tarifpartner der Zeitarbeit (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP), iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. (iGZ) und IG Metall) haben eine Regelung vereinbart, durch die Zeitarbeitnehmer Zuschläge auf ihre Tariflöhne erhalten, wenn sie für einen gewissen Mindestzeitraum beim gleichen Kundenunternehmen im Einsatz sind. Mit den Branchenzuschlägen sollen die Gehälter von Zeitarbeitnehmern schrittweise an die der fest angestellten Mitarbeiter angeglichen werden.

Bereits abgeschlossene Tarifverträge über Branchenzuschläge:
  • Ab 01.11.2012 – Metall- und Elektroindustrie
  • Ab 01.11.2012 – Chemische Industrie
  • Ab 01.01.2013 – Kautschukindustrie
  • Ab 01.01.2013 – Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Ab 01.04.2013 – Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Ab 01.04.2013 – Holz- und Kunststoffindustrie
  • Ab 01.04.2013 – Schienenverkehrsbereich 
  • Ab 01.05.2013 – Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie
  • Ab 01.07.2013 – Druckindustrie (gewerblich)
  • Ab 01.07.2014 – Kali- und Steinsalzbergbau
  • Ab 01.07.2014 – Papier erzeugende Industrie (gewerblich)

Beim Branchenzuschlag kommt es nicht auf eine Tarifbindung des Kundenbetriebes an. Entscheidend ist nur die Zugehörigkeit des Kundenbetriebes zu einer bestimmten Branche. Die Branchenzuschlagstarife gelten grundsätzlich für den Einsatz in der Industrie und nicht im Handwerk. 

Gestaffelte Zuschläge

Wenn ein Kundenunternehmen zu einer zuschlagspflichtigen Branche gehört, erhält das dort eingesetzte Zeitpersonal nach einem bestimmten Beschäftigungszeitraum Zuschläge auf das Tarifentgelt. In den meisten o.g. Branchen sind die ersten sechs, in anderen Branchen die ersten vier Einsatzwochen zuschlagsfrei. Einheitlich für alle Branchen ist, dass die weiteren Zuschlagsstufen nach drei Monaten, fünf Monaten, sieben Monaten und neun Monaten ununterbrochenem Einsatz folgen.

Deckelungsregelung

Damit das Tarifentgelt zusammen mit dem Branchenzuschlag das Stundenentgelt eines vergleichbaren Mitarbeiters im Einsatzbetrieb nicht übersteigt, gibt es die sogenannte Deckelungsregelung. Sofern der Kundenbetrieb sich auf diese Regelung beruft und das Vergleichsstundenentgelt nachweist, erreicht der eingesetzte Zeitarbeitnehmer auch in der höchsten Zuschlagsstufe nur maximal 90% des Entgelts eines vergleichbaren Stammmitarbeiters.

Unser Service für Sie

A&S Zeitarbeit klärt im Vorfeld mit den Kundenbetrieben die mögliche Zugehörigkeit zu einem Branchenzuschlagstarifvertrag. Unsere Angebote enthalten übersichtliche Angaben zu den Verrechnungssätzen in den verschiedenen Zuschlagsstufen. Möchte sich ein Kundenbetrieb auf die Deckelungsregelung berufen, wird das Vergleichsentgelt von uns dokumentiert und bei der Angebotserstellung entsprechend berücksichtigt. Mit Hilfe unserer Software können wir Ihnen jederzeit und Tag genau Auskunft darüber geben, wie lange unsere Mitarbeiter bereits im Einsatz sind und wann die nächste Zuschlagsstufe erreicht wird.

Zuverlässigkeit lohnt sich für Zeitarbeitnehmer

Branchenzuschläge wirken sich sicherlich auf die Höhe der Verrechnungssätze aus, sie verbessern aber insbesondere die Entgeltbedingungen derjenigen Mitarbeiter, die  sich über einen längeren Zeitraum als engagiert und zuverlässig erwiesen haben. Die stufenweise Lohnanpassung steigert die Motivation bei einer längeren Einsatzdauer, welche sich sowohl für den Mitarbeiter als auch für den Kunden, gerade unter Betrachtung der Produktivität, positiv auswirkt.